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Schwindrisse

Modifizierung und Vergütung,

Konstruktive und statisch wirksame Verstärkungen mit
alkalibeständigen Armierungsfasern aus AR-Glas

*AR-Glas gemäß DIN 1259-1:

Alkalibeständiges Natriumzirkonsilicatglas mit einem ZrO2-Gehalt von >15%, wird für die Herstellung korrosionsfreier Glasfasern für Beton, Mörtel, Estrich und Putz eingesetzt.
Dispersible und besonders ergiebige AR-Glasfasertypen sind zur Vermeidung von Schwindrissen in den ersten Stunden besonders geeignet, sie sind bereits bei der extrem geringen Dosierung von 0,5 kg/m³ in der Lage, die Entstehung von (Früh-) Schwindrissen nachhaltig zu hemmen.


Diese schon in den ersten Stunden wegen der konzentrierten Packungsdichte von ca. 100 Filamenten / cm³ außerordentlich wirtschaftliche Vergütung durch allgemein bauaufsichtlich zugelassene Cem-FIL Fasern ist äußerst sicher, verarbeitungsfreundlich, effizient und praktisch unschlagbar im Preis-Leistungsverhältnis.

Der eingepumpte Fließestrich bleibt verläuft wie gewohnt, die Verdichtung ist problemlos, hunderttausende in der Oberfläche befindliche Fasern werden beim Schwabbeln mit der Stange flach eingebettet und bilden ein homogenes, vliesartiges Netzwerk ohne aufstehende Fasern.

Bei Fußbodenkonstruktionen mit Faserarmierungen ist insbesondere im Anfangsstadium eine leichte Erhöhung von Druck- und Biegezugfestigkeiten festzustellen, die im jungen Estrich auf das verminderte Frühschwinden und der entsprechend ungeschädigten Gefügequalität zurückzuführen sind. Später auftretende Spannungsüberhöhungen können bei derartig geringen Faserdosierungen jedoch nicht kompensiert, daraus entstehende Risse nicht verhindert werden.

Risse durch Trocknungsschwinden

Bei der integral geschlichteten AR-Glasfaser kann die Dosierung problemlos bis zu 1 M.-% des Zementgehaltes ohne eine Beeinträchtigung der Misch- und Pumpfähigkeit sowie der Verarbeitbarkeit des Fließestrichs vorgenommen werden. Bei derartigen Fasergehalten erhöhen sich Zug-, Biegezug- und Schlagfestigkeit wesentlich, das Arbeitsvermögen steigt beträchtlich.

Alkaliresistente

„Cem-FIL AR-Glasfasern“

wurden zur Modifizierung und Verstärkung zementgebundener Baustoffe entwickelt und verfügen bereits seit 1986 über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBT – „Deutsches Institut für Bautechnik" in Berlin für den Einsatz in Beton nach DIN 1045 Zulassungs-Nr.: Z–31.2-122 bzw. Zulassungs-Nr.: Z–31.2-127

Anwendungsbereich 1:


Zur Verbesserung der Biegezug- und Zugfestigkeit und Schlagfes-tigkeit, insbesondere während der Erhärtungszeit des Betons (Rißverhalten) z. B. Ortbeton, Betonfertigteile, Industrieböden, weiße Wannen, usw.

Anwendungsbereich 2:


Als statisch wirksame Faser in Produkten aus Glasfaserbeton, z. B. Fassadenelemente, integ-rierte Schalungen, Wellplatten, Kabelkanäle usw.

* AR-Glas gemäß DIN 1259-1:


Alkalibeständiges Natriumzirkonsilikatglas mit einem ZrO2-Gehalt von > 15%, wird für die Herstellung von (AR-) Glasfasern für Beton, Mörtel, Estrich und Putz eingesetzt.
Cem-FIL AR-Glasfasern gehören neben Karbon-, Aramid-, Metall- und Stahlfasern zu den alkaliresistenten Hochleistungs- bzw.
Verstärkungsfasern, die in zementgebundenen Baustoffen eine dauerhafte Bewehrungsfunktion erfüllen.

Durch ihr außergewöhnliches Eigenschaftsprofil vereinigen alkaliresistente Cem-FIL Fasern aus AR-Glas* die drei Funktionen der temporären, konstruktiven und statisch wirksamen Bewehrung in zementgebundenen Baustoffen einfach, sicher und dauerhaft.

Wegen ihrer dokumentierten Korrosionsbeständigkeit in Zementstein sind Cem-FIL AR-Glasfasern vom DIBt als Faser in Beton nach DIN 1045 und als statisch wirksame Faser allgemein bauaufsichtlich zugelassen.


Zementgebundene Fließestriche haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und besitzen in bestimmten Regionen neben den herkömmlichen Fließestrichen auf Sulphatbasis einen beachtlichen Stellenwert.

Ihre besonderen Vorteile gegenüber konventionellem ZE und den Vorteilen gegenüber Sulphat-Fließestrichen:

  • - hohe Verlegeleistung
  • - Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit
  • - ein Estrich-System für das
  • gesamte Gebäude

Vorteile im Transportbetonwerk

  • - geringerer Reinigungsaufwand
  • - einfachere Logistik
  • - geringere Rohstoff-Bevorratung
 
 

Der fundamentale Unterschied zwischen sulphat- und zementgebundenen Estrichen besteht jedoch nach wie vor im Verformungsverhalten, beim Abbinden und Trocknen der Fließestriche.

Statt des beim Sulphatestrich typischen Quellens zeigen Zementestriche immer ein mehr oder weniger starkes Schwinden. In der Regel weisen Zementfließestriche ein verhältnismäßig lang andauerndes Trocknungsschwinden auf, das die Ursache für die noch nach Monaten oder schon beim Aufheizen des Estrichs häufig auftretenden Rissen sein kann. Die Entwickler der Zementfließestriche begegnen diesem Rißrisiko fast immer durch die Zugabe von Kurzfasern, die eine ausreichende Beständigkeit in Zementlauge besitzen.



Als Stand der Technik gilt die Zugabe geringer Mengen der Cem-FIL AR-Glasfasern zur Vermeidung von Frühschwindrissen im plastischen Stadium des Estrichs. Sie haben sich in Dosierungen bis 2 kg/m³ als wirtschaftlich und verarbeitungsfreundlich erwiesen. Ihre Zugfestigkeit übertrifft die der Stahlfasern deutlich und ihr E-Modul ist rund 3 x größer als der des Zementestrichs. Durch ihre Feinheit von 14 µm übernehmen Cem-FIL AR-Glasfasern bereits bei sehr niedriger Dosierung eine volumendeckende Mikroarmierung, die das Ausweiten und Vereinigen einzelner Risswurzeln und Defekte zu Frühschwindrissen verhindern.

„Integrale“ Fasertypen, z. B. Cem-FIL Anti-Crak „HP“, bestehen in einer Faserlänge von 12 mm immerhin aus ca. 2 Millionen Faserbündeln / kg, so daß jeder Kubikcentimeter des Estrichs von 2 Faserbündeln aus je 100 Filamenten armiert ist. Die intergrale Schlichte gewährleistet den Erhalt ihrer Geometrie (als Faserbündel) auch auf langen Transportwegen bei laufendem Fahrmischer.

„Dispersible“ AR-Fasern* wie Cem-FIL Anti-Crak „HD“, die sich beim Kontakt mit dem Frischmörtel augenblicklich in Monofilamente vereinzeln, sind noch ergiebiger! Ihre enorme spezifische Oberfläche von rund 120 m² / kg ermöglicht eine besonders effiziente und nachhaltige Hemmung von Frühschwindrissen bereits bei sehr geringer Dosierung von 500 g / m³.

Das sind 100.000.000 Filamente / m³, die einer Mikrobewehrungsdichte von ca. 100 Filamenten pro Kubikzentimeter Feinmörtel entsprechen. „Filamentisierende“ Cem-FIL Typen aus AR-Glasfasern*, die beim „klassischen“ Glasfaserbeton mit hohen Zementgehalten i.d.R. als statisch wirksame Bewehrung eingesetzt werden, können bei der Zugabe in den Fahrmischer beide Aufgaben erfüllen:

bei einer kontrollierten Mischzeit von ca. 5 Minuten (6 m³) öffnen sich die Faserbündel partiell, bieten eine je nach Mischzeit größer werdende spezifische Oberfläche, bis sie völlig zu einzelnen Filamenten aufgeschlossen wer-den.„Amorphe“ Fasertypen, z. B. Fibraflex FF 45 aus „gläsernen“ Metallfasern, ergänzen bei Bedarf die Wirkungsweise der AR-Glasfasern.

Diese völlig rostfreien und ebenso korrosionsbeständigen Fasern einer Eisen-Chromlegierung verfügen über einen Elastizitätsmodul wie Stahlfasern, besitzen gegenüber diesen eine etwa doppelt hohe Zugfestigkeit und haben bei gleicher Faserlänge die ca. 10fache Anzahl gegenüber üblichen Stahlfasern.

Insbesondere beim Nachrißverhalten sind diese ca. 120.000 Fasern / kg mit einer Packungsdichte von ca. 120 Fasern / dm³ Zementleim äußerst effektiv und widerstehen jedem chemischen Angriff.Solche Vorteile machen Fibraflex-Fasern, gerade in Kombination mit AR-Glasfasern, für die Modifizierung und Vergütung von Industrieböden und hochbelastbaren Industrieestrichen attraktiv.
Je nach Kundenanforderung werden alle vorgenannten Faserarten individuell als Fasercocktails in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen mittels dosierungsgerechter Beutel konfektioniert.
Alkaliresistente Cem-FIL Fasern, technisch und gemäß DIN 1259-1 als AR-Glasfasern bezeichnet, sind vor über 30 Jahren zur Bewehrung zementgebundener Baustoffe entwickelt worden.

Sie zeichnen sich durch eine Glaszusammensetzung mit einem hohen Zirkonoxidgehalt von mehr als 15 % aus, der eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen die Alkalien des Zementes gewährleistet. In vielen Variationen mit zementverträglichen Schlichten versehen, die einen optimalen Haftverbund gewährleisten, wurden sie für zahllose Anwendungen in alkalischer Umgebung anwendungs- und bedarfsgerecht weiterentwickelt.

Textile Bewehrungen aus AR-Glasfasern sind eine weitere Möglichkeit der effizienten Verstärkung: Gewebe, uni- oder biaxiale Gelege und –die sogenannten- "Chopped Strand Matten".
Diese CS-Matten aus ca. 50 mm langen, gerieselten AR-Glas-Fasern werden durch einen löslichen Binder fixiert, der bei Kontakt mit Frischmörtel die Fasern freigibt, so daß sie vom Mörtel vollständig benetzt werden. Solche ein-fach und plaziert oberflächennah zu verlegenden Flächengebilde verstärken insbesondere die besonders anfälligen Bereiche, die große Spannungen aufzunehmen haben, äußerst effektiv und wirtschaftlich.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder ausführlichere Informationen über andere Anwendungsbereiche wünschen, fragen Sie uns oder unsere autorisierten Vertriebspartner, wir informieren Sie gerne.

 

 

 

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