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Neue Perspektiven im Fassadenbau:
Ökologisch verträglicher Fassadenbau mit Sandwichelementen aus textilbewehrtem Beton.

Königswinter, Juni 2007.
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) hat in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie ein neues, modulares Gebäudehüllensystem für vielfältige Anwendungsbereiche entwickelt. In dem von der EU geförderten Projekt INSU-SHELL werden Sandwichelemente aus textilbewehrtem Beton als Fassade für den Neubau des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen eingesetzt. Der textilbewehrte Beton verbindet die günstigen Materialeigenschaften von Beton und technischen Textilien miteinander und ermöglicht die Gestaltung filigraner Betonkonstruktionen. Außerdem wird die Umwelt entlastet, weil sich im Vergleich zu üblichen Betonkonstruktionen bis zu 80 Prozent Material einsparen lässt.

Verbundwerkstoffe spielen in der Konstruktionstechnik eine immer wichtigere Rolle. Durch die Kombination der Vorteile unterschiedlicher Materialien lassen sich neue, leistungsfähige Werkstoffe erzeugen. Im Bauwesen dominiert mengenmäßig der Beton, da er preisgünstig ist und hervorragend Druckkräfte abträgt. Jedoch verfügt er über eine nur geringe Zug- und Biegefestigkeit. Deshalb wird in zug- und biegebeanspruchten Betonbauteilen ein zugfestes Bewehrungsmaterial eingebaut. Um den bei Stahlbeton verwendeten Betonstahl vor Korrosion zu schützen, muss eine allseitige Betonummantelung von ca. 30 Millimetern sichergestellt werden. Dies bedingt Bauteildicken von mindestens 70 Millimetern.
Dünnwandige Sandwichelemente aus textilbewehrtem Beton
Wesentlich weniger Beton ist erforderlich, wenn die Stahlbewehrung durch hochmodulige technische Textilien aus Glas oder Carbon ersetzt wird.
Die Textilstrukturen sind korrosionsunempfindlich und ermöglichen filigrane Bauteile mit Abmessungen von wenigen Zentimetern.
Die Deckschichten der Sandwichelemente sind nur 15 Millimeter dick. Der zwischen die Deckschichten integrierte, tragfähige PUR-Hartschaumkern erzeugt eine belastbare Sandwichtragwirkung, minimiert die bei üblichen Sandwichelementen aus Stahlbeton erforderlichen Verbindungsmittel aus Edelstahl und bietet gleichzeitig eine hohe Wärmedämmwirkung.
Für die leichten und tragfähigen Sandwichelemente gibt es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten im Fassadenbau, zum Beispiel bei Industrie- und Verwaltungsgebäuden.
Als Serienprodukt in bauüblichen Modulgrößen können die Sandwichelemente zudem mit vorgefertigten Fenster-, Tür- und Fassadenelementen kombiniert werden.
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Umweltfreundliche Technologie
Bei der Zementherstellung wird eine große Menge an Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Durch die Zunahme dieses Treibhausgases in der Erdatmosphäre kommt es zur globalen Erwärmung.
Die besonders leichte Konstruktionsweise der GFB-Elemente verringert den Einsatz von Beton und spart dabei große Mengen CO2. Verbunden mit der Realisierung des Projekts ist auch die Erwartung, dass diese umweltfreundliche Bauweise innovative Impulse für die Baubranche setzt.
Die Textile Armierung aus AR-Glasfasern ist an den Überständen der Form deutlich zu sehen .
Vorbereitung zur Aufnahme eines bereits einseitig mit Glasfasern verstärkten Schaumstoffelementes zur beidseitigen Beplankung des „Sandwiches“.


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Gestalterische Vielfalt
Für Textilbeton werden hochfeste Feinbetone verwendet, deren
größte Zuschläge einen
Durchmesser von circa zwei
Millimetern haben.
Hiermit lassen sich Bauteile mit hochwertigen und scharfkantigen Oberflächen erzeugen.
Das betont die Form der Bauteile
und ermöglicht klare, leichte und trotzdem großflächige Strukturen.
Die hochwertige Optik lässt sich darüber hinaus durch
Pigmentierungen, farbigen
Zuschlägen, Strukturschalungen
und Verfahren zur Nachbearbeitung der Oberflächen, wie zum Beispiel Sandstrahlen oder Säuern
individuell an die
architektonischen Vorgaben
anpassen.
Aufbau der Stahl-Unterkostruktion,
an der die Fassadenelemente aus Glasfaserbeton montiert werden.
Das erste Element wird zur Montage vorbereitet.
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PRESSE-INFORMATION INSU-SHELL
Projektpartner
- IMB – Institut für Massivbau /
RWTH Aachen
- ITA – Institut für Textiltechnik / RWTH Aachen
- Saint-Gobain Technical Fabrics Europe, Frankreich
- Saint-Gobain Vetrotex Reinforcement GmbH, Deutschland
- Durapact, Gesellschaft für Faserbeton mbH, Deutschland
- Gimpel Ing.-Gesellschaft mbH, Deutschland
- IGF Zimmermann, Ingenieurgesellschaft fürFassadentechnik und Bauphysik, Deutschland
476 Wörter / 4.038 Zeichen, Abdruck honorarfrei / Beleg erbeten an:
TextKonzept,
Kronprinzenstraße 9,
53639 Königswinter
Text- und Bildmaterial stehen im Internet zum Download unter www.textkonzept.com |
Geringere Transportkosten und kürzere Montagezeiten
Gegenüber Bauteilen aus Stahlbeton verringert sich das Gewicht um bis zu 80 Prozent. Hierdurch lassen sich Transport- und Montagekosten reduzieren.
Die industriell gefertigten, leichten Sandwichelemente können mit einfachen Hebezeugen und Befestigungssystemen montiert werden. Besonders bei großformatigen Fassadenelementen ist das gegenüber üblichen Systemen aus Stahlbeton ein klarer Vorteil.
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